Projekt LowBudget-Offroad-GrandCherokee

Diskutiere Projekt LowBudget-Offroad-GrandCherokee im Modification & BuildUps Forum im Bereich Allgemeine Technik; Servus, Leutz! Genau 1 Jahr ist´s nun her, seitdem das Projekt „LowBudget-Offroad-GrandCherokee“ mir, meiner Familie und einem Teil der Münchner...

  1. #1 Billy-the-kid, 05.05.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 03.06.2012
    Billy-the-kid

    Billy-the-kid Lieber Leitwolf als Lemming

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    Servus, Leutz!

    Genau 1 Jahr ist´s nun her, seitdem das Projekt „LowBudget-Offroad-GrandCherokee“ mir, meiner Familie und einem Teil der Münchner Jeepgemeinde sämtliche Nerven raubt… – und in dieser Zeit geisterten durch die Foren des WWW (Willi-will´s-wissen oder World-Wide-Web) jede Menge Bilder, Informationen und (Halb-)Wahrheiten, teils ja von mir selbst produziert.

    So entschloss ich mich nun, endlich Klarheit zu bringen und das Projekt kurz-prägnant-strukturiert vorzustellen (die guten Vorsätze für´s neue Jahr sind also schon mal gemacht)!

    Ich stell die Danksagungen schon mal vorneweg, nicht dass ich das am Schluss noch vergesse oder der geneigte Leser ob der Buchstabenflut eingeschlafen ist, bevor es zum Wichtigen kommt:
    In tiefster Dankbarkeit gedenke ich derjenigen unter den hiesigen Jeep-Jungs, die mich – trotz Unbelehrbarkeit und Beratungsresistenz – nicht hängen haben lassen, sondern mit fleißigen Händen und verzweifeltem Sinn („Ich zünd die Scheiß-Karre an!“ war der tägliche Motivations-Schlachtruf) diese automobile Fast-Leiche der Kategorie „LowBudget-Offroad-GrandCherokee“ wieder zu neuem Leben zu erwecken.
    Das sind bisher (in chronologischer Reihenfolge): Matthias und Daniel, Uli und Matze, nicht zu vergessen auch diejenigen, die mir ihre Hilfe angeboten hatten, aber nicht zum Zuge kamen (z. B. Matthias aus Lenggries)
    Die Liste wird fortgesetzt, solange der Mistkarren noch net perfekt ist (ob er das jemals wird?) und mich nicht eines Tages alle im Stich lassen sollten… :pfeiffen

    Um´s vorwegzunehmen: Mit LowBudget hat das Projekt mittlerweile rein vom realen Kostenansatz auch nicht mehr so viel zu tun wie es anfangs angedacht war – aber man träumt sich das ja immer erst mal schön, um net das Projekt schon gleich zu Beginn aus Kostengründen sterben zu lassen…

    1. Der Beginn:

    Am Anfang stand der Erwerb eines komplett serienmäßigen 95er Prefacelift ZJ in Kanadaversion als DailyDriver für meine Frau.
    Während meine Frau vollkommen zufrieden und begeistert von ihrem Fahranfängerauto war (und es heute noch ist), denkt „Mann“ ja schon über den Tellerrand hinaus: Ein richtiger Offroader muss draus werden!
    Aber nach ersten Sichtungsterminen und Probesitzungen in zwei geländemäßig umgebauten ZJ in München (Danke an Stefan und Matze für die freundliche Präsentation ihrer Offroad-GCs!) legte meine Frau sofort ihr Veto ein, dass ihr schönes tolles Auto auf keinen Fall verändert werden darf, schon gar nicht so „komisch höher machen, dass alle Leute blöd gucken“!
    Also musste ein eigener ZJ für mich her (böse Zungen behaupten, „Mann“ fädelt so was geschickt ein, um zu einem weiteren Auto im Fuhrpark zu kommen…).
    Das vorgegebene Budget war lausig, um es ehrlich zu sagen „Null-Komma-Null Euro“. Egal, wozu sind Banken da, schmeißen sonst ja nur das Geld in irgendwelchen Finanzkrisen und Spekulationen zum Fenster raus…

    2. Die Stunde der Entscheidung:

    Zwei Möglichkeiten zur Erreichung des Ziels „LowBudget-Offroad-GC“ wurden in meinem Kopf abgewägt:
    - Möglichkeit A: einen weiteren billigen serienmäßigen ZJ über ebay zu schießen (2000 €), dann 3,5“ RE Fahrwerk rein + Spacer + 33x12,5x15er Reifen mit Felgen + Seilwinde: Erste Angebotseinholungen bei den hiesigen gewerblichen Jeep-Spezialisten ORZ und Hamann ergab incl. Einbau und Eintragungen einen Finanzaufwand von über 4500 €. Plus 2000 € für´s Basisfahrzeug = 6500 €.
    - Möglichkeit B: einen bereits nach meinen Wünschen umgebauten ZJ kaufen. Im Angebot war der Zeit (das Angebot ist heutzutage nicht üppiger) schlicht 1 einziger bereits geländemäßig umgebauter ZJ für ausgeschriebene 4700 €.
    Was macht man als Theoretiker? Man rechnet und vergleicht die 6500 € von Möglichkeit A mit den 4700 € von Möglichkeit B und siehe da: Rein rechnerisch ist Möglichkeit B um 1800 € billiger (sagt jedenfalls die Mathematik – aber die Praxis… reden wir nicht darüber!), was ja ne ganze Menge Geld ist, wenn man das Budget von eigentlich Null-Komma-Null Euro berücksichtigt.

    3. Der Kauf des LowBudget-Offroad-GrandCherokee:

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    97er ZG (Europamodell aus Graz), mit 144.000 km, gekauft bei einem Kfz-Sachverständigen (!) aus Magdeburg
    - 4“ Rusty´s Fahrwerk plus 2“ TeraFlex Spacer und RubiconExpress Stoßdämpfer
    - 33x12,5x15 Goodyear MT/R Reifen auf 8Jx15 ET 20 Felgen Eagle
    - Seilwinde 13.000 lbs Timber-China-irgendwas
    - Spezielle Höherlegungslenkung (wie heißt so was noch mal genau?)
    - Offener K&N Luftfilter
    - „Custom-Auspuff-Führung“ mit kombiniertem Kat-Schalldämpfer
    - Bremsen mind. teilweise überholt/erneuert, jedenfalls Top-Bremswerte lt. Dekra-Bremsenprüfung bei Kauf
    - Hinterachse für 686 € (lt. Rechnung) überholt, neu gelagert, neue Traclock-Reibsperre, neues Öl, neues Kreuzgelenk
    - Seitenschweller bereits repariert
    - Noch über 1 Jahr gültige HU
    - Kaufpreis Mai 2009: 3700 € (runtergehandelt wegen heulender Hinterachse und verschlamptem Fahrzeugschein)

    4. Die Überführung heim nach Bayern:

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    Mit Kurzzeitkennzeichen auf eigener Achse von Magdeburg nach Berlin-Wannsee, dann über Nacht mit´m Autozug nach München-Ost, Kostenpunkt 126,70 € für den Autozug (Mensch UND Maschine), pünktlich zum Hochzeitstag am nächsten Morgen in Freising angekommen – mit neuer Ranzkarre als „Hochzeitstagsgeschenk“ (Scheidung knapp abgewendet) :pfeiffen







    5. Jetzt geht´s los: Die Wiedererweckung, 1. Teil: Reparatur der heulenden Hinterachse alias Komplettaustausch Hinterachse Dana44Alu mit Traclock Reibsperre in Dana35Stahl 30-Spline mit Detroit Locker

    Wegen der heulenden Hinterachse am nächsten Tag sofort zum bekannten Jeep-Achsen-Guru Werner Hamann, der diagnostiziert nach Öffnen der Achse eine aufgrund Metallabrieb stark mitgenommene Übersetzung (Kegel-Teller-Rad oder wie das heißt), Kostenvoranschlag der Reparatur der originalen Dana44Alu-Hinterachse ca. 1000 €.
    Alternativvorschlag von Hamann und ORZ: neue Hinterachse Dana44Stahl incl. Detroit Locker für gesamt 4200 € incl. Einbau.
    Angesichts meines Budgets und des ähem etwas heruntergekommenen Gesamtzustands des 97er ZGs wurde diese Variante auf finanziell bessere Zeiten verschoben.
    Stattdessen machten wir nen Family-Ausflug in´s Allgäu und holten die gebrauchte auf 30 Spline gepimpte Dana35 incl. Detroit Locker von GC-Bernd ab.
    Aber wer baut die jetzt ein? Bernd hatte angeblich das nächste halbe Jahr keine Zeit, sagte er, und Werner Hamann baut als offizieller Gewerbebetrieb angeblich keine Gebrauchtteile ein. Meine „Haus-Werkstatt“ im Nachbardorf baut zwar ohne Bedenken auch die von mir angelieferten Gebrauchtteile ein, aber die haben keine Erfahrung mit speziellem Jeep-Zeugs.
    Die Qual der Wahl fiel wg. Qualifikation und Erfahrung ( ;-) ) und örtlicher Nähe auf die Flyings-Clique (Matthias und Daniel), Danke aber auch an die anderen Forumsuser, die mir ihre Hilfe angeboten hatten!

    Überführung des fahrbereiten funktionierenden (!) Autos von Eching nach Aubing:

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    Warum per Autotransportanhänger? Nun ja, Werner Hamann fand die Hubschrauber-ähnlichen (bin so ein Teil nämlich schon mal selbst geflogen, ganz kurz, beim Pilotentest!) Fahreigenschaften nicht besonders alltagstauglich oder hatte vielleicht einfach nur kein Vertrauen in meine Fahrkünste, jedenfalls wünschte er nen Anhänger-Abtransport – und ich streit mich doch nicht mit den Jeepexperten in meiner Nachbarschaft, deren Hilfe ich vielleicht mal wieder brauchen werde! :pfeiffen
    Also den fahrbereiten (!) Offroad-ZG auf´n Hänger geladen und mit´m DailyDriver-ZJ überführt zum elterlichen Wohnhaus der Flyings.

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    Dort haben die unerschrockenen wackeren Flying-Members Matthias und Daniel in ner Nacht-und-Nebel-Aktion unter teils Mutzusprüchen, teils Nervereien der Nachbarn bis Mitternacht die Arbeit erledigt, und zwar:

    - originale Dana44Alu raus, gepimpte 30-Spline Dana35Stahl mit Detroit Locker von GC-Bernd rein
    - neues Rubicon Express Bracket von ORZ verbaut
    - neue Stahlflexbremsleitungen von ORZ verbaut
    - neues Achsöl und neue Bremsflüssigkeit (logisch)

    Anzumerken ist noch, dass ORZ wieder mal seinem Ruf gerecht wurde und die passenden Teile sofort aus dem Regal greifen konnte bzw. innerhalb weniger Tage termingerecht besorgen konnte, die anderen Anbieter mussten passen.

    Kostenpunkt Hinterachse (Teile + Arbeit): 1.900 €
     
  2. #2 Billy-the-kid, 05.05.2010
    Billy-the-kid

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    Diese zitierte Schilderung fängt das Wechselbad der Gefühle für jeden, der sich mit der Karre bisher näher befasst hat, meiner Meinung nach sehr schön ein :pfeiffen :

    :bähh
     
  3. JGCH

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    :argh Wow!

    Absolut klasse Story :genau


    Weiter so!
     
  4. #4 Granny5.9LX, 06.05.2010
    Granny5.9LX

    Granny5.9LX Member

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    Klasse Sache :daumen
     
  5. #5 Billy-the-kid, 06.05.2010
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    Weiter geht´s mit den Fragen nach Zulassung und Standplatz:

    Weil wir schon ne Menge Fahrzeuge mit kostengünstigen Oldtimer-/Youngtimer-Zulassungen haben, war es von vornherein klar, dass der für diese günstigen Zulassungsformen viel zu neue Offroad-GrandCherokee nicht das ganze Jahr über angemeldet werden kann.
    Saisonkennzeichen kommt auch net in Frage, weil gibt´s ein Saisonkennzeichen für 2-3 Treffen und Offroad-Veranstaltungen pro Jahr, sowohl im Sommer als auch im Winter? Ne. Und sich nach nem 5-Jahres-Plan auf nen bestimmten Zeitraum festlegen ist völlig gegen meine Natur (so was mach ich höchstens bei der Ehe), also Saisonkennzeichen völlig undiskutabel.

    Unter´m Strich war abzusehen, dass mehrmaliges An-/Abmeldung pro Jahr die günstigste und praktischste Lösung sein wird (Abmeldung 5,60 €, Anmeldung 11,40 €, Zeitaufwand gegen null bei unserer äußerst zügig bearbeitenden Zulassungsstelle am Ort).

    Bleibt also nur noch die Frage, wohin mit dem über´s Jahr die meiste Zeit abgemeldeten Offroad-GrandCherokee?
    - Stadel sind schon mit den Lappländern voll.
    - Tiefgarage passt der Offroad-GrandCherokee zwar ganz knapp rein (1,90 m hoch!), aber ist es nicht ein rauer Offroader, der Wind und Wetter trotzen sollte?
    Genau: Der kriegt nur nen offenen Standplatz!

    Also zum Bauern mit nem 10er in der Hand (pro Monat) und diesen romantisch-ruhigen Standplatz zugewiesen bekommen:

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    Im direkten Größenvergleich erscheint der 25 cm niedrigere Serien-GrandCherokee auf serienmäßigen 225/70-15er wie tiefergelegt ab Werk!

    Neben dem 1,33m niedrigen LeBaron Cabrio wirkt der 1,90m hohe Offroad-GrandCherokee noch wuchtiger:
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  6. JGCH

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    Drop Pitman-Arm?


    _________________



    Was spricht denn gegen die Tiefgarage??? :nachdenklich
    Wie wäre da der Kostenpunkt?
     
  7. #7 Billy-the-kid, 06.05.2010
    Billy-the-kid

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    Okay, die Lenkung heißt Drop Pitman-Arm, meinst du? Hatte auch schon "Fachausdrücke" wie Crossover-Steering gehört (allerdings bei Fullsize-Pickups/Suburbans/...).
    Ich hab echt keine Ahnung, der Vorbesitzer nannte die Lenkung im Inserat einfach nur "Heavy-Duty-Lenkung".
    Ich hab ja extra das Foto aus dem Inserat hier gepostet, muss mal selbst ein Nahaufnahme-Bild machen.

    Was gegen die Tiefgarage spricht? Eigentlich net so viel, der offene Standplatz kostet halt 10 € und die Tiefgarage 25 € pro Monat, was ja 150% mehr ist! :grübel :rupf

    Mal sehen, wenn der "toll reparierte" Seitenschweller weiterhin so schnell ähem "seine Farbe wechselt" im Regen, lass ich das Monster doch noch die Neondeckenröhren streicheln in der Tiefgarage...
    :fliegen
     
  8. JGCH

    JGCH JAWW

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    Achso, das ist das.... Jetzt sehe ich die fetten Stangen erst... :pfeiffen
    Das was ich meinte, ist der "Arm" (Pitman-Arm) der vom Lenkgetriebe zur Lenkstange geht.
    Der 'Drop' Pitman-Arm ist eine tiefergelegte version davon, meine ich.
     
  9. #9 Billy-the-kid, 08.05.2010
    Billy-the-kid

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    So, letzter Akt im Jahr 2009: Papiere besorgen und anmelden…

    Passendes Kennzeichen reservieren (Familieninitialien und Baujahr des Fahrzeugs), Versicherungscode per SMS auf´s Handy schicken lassen, Reisepass + Wohnsitzbestätigung + HU-Bescheinigung und Kaufvertrag einstecken… - also „Same procedure as (nearly) every month“? Von wegen!
    Weil an dem Ding nix aber auch gar nix ohne Komplikationen geht ( :cool ), bedurfte auch das simple Zulassen einiger intensiver Vorarbeiten:

    A) Die fehlende AU-Bescheinigung:

    Hatte der Karren beim Kauf net. Dachte mir („schlau und Gebrauchtwagen-Kauf-erfahren“ wie ich bin :argh), is net so schlimm, Hauptsache ne noch 1 Jahr gültige HU-Bescheinigung, AU gibt´s ja locker irgendwo.
    Von wegen!
    Beim hiesigen Jeep-Experten Hamann erst mal durch die AU gefallen – Werte okay, aber „Sichtprüfung net bestanden“! Wie bitte? Das hab ich ja noch nie gehört, dachte immer, der Passus „Sichtprüfung okay/nicht okay“ sei reine Formalität!?
    Na gut, mit´m nächsten Kurzzeitkennzeichen (anlässlich der Hinterachsenmontage in München-Aubing; wobei man zum AU-Machen-Fahren keine Zulassung gebraucht hätte, hab ich mal gehört!?) zu meiner Lieblings-Dorfwerkstatt hier um die Ecke, die haben zwar nullkommanull Ahnung von Jeeps und Offroadern, aber siehe da:
    „Werte okay, naja, so ungefähr, aber is ja auch kein Wunder bei der komischen Auspuffführung, dem fehlt ja wohl a bisserl der Rückstau oder wie!? Also sagen wir mal: Im Toleranzrahmen, hier is die Bescheinigung“.
    Ja, so habe ich mir das eigentlich gedacht, auf die Jungs aus der guten alten Zeit ist halt noch Verlass! :daumen :pfeiffen
    (und nicht mal den Ölmessstab rausziehen musste der Prüfer)

    B) Der fehlende Fahrzeugschein

    Mehr als die fehlende AU-Bescheinigung nervte mich beim Kauf, dass da gar kein Fahrzeugschein mehr vorhanden war! Immerhin ein neuer EU-Brief dabei. „Was, der Fahrzeugschein wurde von der Zulassungsstelle einbehalten? Sie wollen mich wohl auf den Arm nehmen, das gibt´s ja schon seit der Einführung der neuen Fzg.papiere nicht mehr! Der wird abgestempelt wieder zurückgegeben an den Halter! Und wo steht jetzt, was alles eingetragen ist an dem Auto? Ach so, der alte entwertete Fahrzeugbrief ist wenigstens noch da…“
    Der Wartungszustand des Fahrzeugs war schon an der katastrophalen Dokumentenlage abzulesen! :bähh :keule:

    Vor der Zulassung war also erst mal zeitraubende Ermittlerarbeit gefragt (machte aber mehr Spaß als im Job – damals war ich das auch noch gar net): Abmeldung erfolgte in Hamburg Ende Juli 2008 (also 1 Jahr zuvor), dort wurden aber keine Fahrzeugdaten gespeichert, was normal sei bei ner Abmeldung, sagten sie zumindest. Weiterhelfen konnte die letzte kennzeichenführende Stelle in Lüneburg: Die schickten eine Kopie des EU-Fahrzeugscheins an mich und meine örtliche Zulassungsstelle. Zwischendurch noch ein kleines Kompetenzgerangel, welche Zulassungsstelle (meine oder die letzte kennzeichenführende) nun die 30 € für die eidesstattliche Erklärung über den Verlust der Originalpapiere von mir kassieren wollte und durfte, Ergebnis: Keine der beiden Zulassungsstellen verlangte von mir die eidesstattliche Erklärung, sie gaben sich mit einer (gebührenfreien!) Verlusterklärung zusammen mit einer Kopie des Kaufvertrages, wo ich mir vom Vorbesitzer den Verlust ja bescheinigen hab lassen, zufrieden.

    Und so konnte das Jahr 2009 für den Offroad-GrandCherokee noch erfolgreich abgeschlossen werden mit „neuer“ gebrauchter 30-Spline-Stahlachse incl. Detroit Locker und der Zulassung als kleines Geschenk zu meinem 34. Geburtstag!
    Für eine ausgiebige Geburtstagsspritztour war´s schon zu spät, aber ne kleine Runde ging grade noch, bevor es dunkel wurde und die kleinsten Familienmitglieder nach Hause mussten:

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