Hallo zusammen, ich habe mich jetzt mal daran gemacht, mein altes als Ersatz vorgesehenes T-150 Getriebe zu zerlegen, um es zu überholen. Das erste Problem, auf das ich stoße, ist die Demontage der Vorgelegewelle. Nach Reparaturanleitung soll man diese - nachdem man einen Splint mit einen Dorn durch den Öleinfüllstutzen ausgetrieben hat - mit einem von hinten in das Getriebe eingeführten, geeigneten Dorn austreiben. Splint ist raus, Vorgelegewelle sehe ich (siehe Foto). Die Welle lässt sich ca. 1-2mm austreiben (steht auf der Vorderseite jetzt auch ein wenig vor) nun ist aber Schluss und nichts bewegt sich mehr. Ist ja auch ein etwas merkwürdiger Ansatz, schräg durch den rückseitigen Wellenausgang. Hat das jemand von Euch schon mal gemacht? Gibt’s einen Trick oder ist rohe Gewalt die Lösung? Bin für jeden Tipp dankbar! Gruß Torsten
Splint mit einem Dorn durch den Einfüllstutzen raustreiben und dann Welle von hinten mit Dorn raustreiben ? Könnte vielleicht für die RW-Gangwelle zutreffen aber nicht für die Vorgelegewelle. Antriebswelle und Hauptwelle raus, Bolzen von der Vorgelegewelle von vorn nach hinten mit Dorn raus treiben da hinten ein Stift montiert ist das die Welle nicht nach vorn raus wandern kann. Dabei fallen dann auch alle Rallen, Anlaufscheiben und Ringe raus. Für den Wiedereinbau brauchst Du dann eine Werkzeugwelle damit du alles an einem Stück wieder rein bekommst. Die RW-Gangwelle bekommst Du dann auch raus und für den Einbau brauchst Du dafür ebenfalls so ein Wellenstück. Aufschluss bietet auch eine Explosionszeichnung vom T150 Getriebe da kann man das gut sehen ! Gruß Wolfgang
Doch, gemäß WHB genau so die Vorgelegewelle raustreiben. Splint ist schon raus. Die Rückwärtsgangwelle hat ihren Splint von außen am Gehäuse sichtbar. Bei der Vorgelegewelle ist auch alles so sichtbar wie im WHB, aber sie geht nicht weiter als 1-2mm von hinten nach vorne raus. Die WHB‘s sagen aber eindeutig „von hinten nach vorne“. Andersherum würde die Welle auch nicht weit genug ins Gehäuse geschoben werden können, damit man sie entnehmen könnte. Die Richtung ist bei demontiertem Splint schon logisch. Man muss nur schräg drauf rumhämmern. Ist da noch irgendein Sicherungsring o. ä., der das weitere Austreiben verhindert oder ist rohe Gewalt die Lösung? Gruß Torsten
Ich habe noch keinen gesehen, aber es muss irgend so etwas sein. Kann ja eigentlich nicht sooo fest sitzen, weil man die Welle beim Einbau sonst kaum genau so gedreht bekäme, dass der Spannstift wieder passt. Bin Dienstag wieder dran. Werde es mit Explosionszeichnung daneben nochmal genau unter die Lupe nehmen.
Ich habe eine Vermutung: Der Satz im englischen WHB „Remove countershaft from rear of case“, wird in der deutschen Ausführung des WHB‘s frei mit „mit einem geeigneten Dorn, von hinten in das Getriebe eingesetzt, die Vorgelegewelle herausschlagen“. Wenn man das englische WHB aber weiter liest, ist dort ein Bild (siehe Anhang), das vermuten lässt, dass der Original-Satz bedeutet, das man die Welle an der Rückseite der Gehäuses herausnimmt, sie also von der Vorderseite nach hinten herausschlägt und dann hinten entnimmt. Dort scheint dann auch ein Verschussstopfen (den ich bisher nur für eine Vertiefung im Gehäuse gehalten habe, da kein Spalt zu erkennen war) mit heraus zu kommen. Das würde dann vom Ansetzen des Dorns auch mehr Sinn machen. Die deutsche Übersetzung des WHB‘s ist also mit Vorsicht zu genießen. Sprengringe ö. ä. sind in der Explosionszeichnung nicht zu sehen. Wahrscheinlich hätte ich das englische WHB nur besser und weiter lesen sollen. Auf dem Bild ist übrigens links hinten. Ich werde es morgen probieren und berichten.
Die Übersetzung in der deutschen Ausführung des WHB's ist tatsächlich falsch. Nachdem man den Spannstift durch die Öleinfüllöffnung entfernt hat, treibt man die Welle von vorne nach hinten heraus (geht dann auch relativ leicht), entnimmt die Welle also von der Rückseite des Getriebegehäuses. Den Dorn setzt man dabei am (sichtbaren) vorderen Ende der Vorgelegewelle an (also NICHT - wie in der deutschen Übersetzung geschrieben - "von hinten in das Getriebe eingesetzt") und kann diese dann auch mit geradem Ansatz heraustreiben. Die auf dem ersten Bild am oberen Bildrand zu sehende "Vertiefung" in der Gehäusewandung ist ein Stopfen, der dann mit herauskommt. Durch dies Öffnung wird die Welle dann entnommen. Sprengringe, Gummidichtungen o. ä. gibt es nicht. Man sollte sich also alles inkl. der manchmal etwas unscharfen und weiter hinten befindlichen Bilder im Original ansehen und sich evtl. eher auf seine eigenen Englischkenntnisse verlassen, als den bequemen Weg der deutschen Übersetzung zu gehen. Eine Hilfe ist die deutsche Übersetzung an vielen Stellen sicherlich, aber vielleicht sollte man sie etwas kritischer prüfen, als ich es hier getan habe Und wieder ein dickes Danke für Eure Anteilnahme, Tipps und Überlegungsansätze Gruß Torsten PS: Spannend wird es beim Zusammenbau, wie man die ganzen offenen Nadellager montiert bekommt.Wolfgang, Du hattest von einer Werkzeugwelle gesprochen. Meinst Du damit eine im Durchmesser nur etwas kleinere Welle, die die Lagernadeln fixiert und die sich dann beim Einbau wieder austreiben lässt? Hast Du die selbst gebaut oder etwas Vorhandenes nehmen können?