BMW X3 3,0d Langzeiterfahrung über 42000 km

Diskutiere BMW X3 3,0d Langzeiterfahrung über 42000 km im Land Rover / ML / Touareg / BMW X / G-Modell Forum im Bereich Fahrzeugspezifische Technik sonstige Offroader; Langzeit- Erfahrungsbericht mit dem BMW X3, Teil 1.) Zum Glück habe ich noch meinen Entwurf des Berichtes den ich vor längerer Zeit für Ciao.de...

  1. BigPit

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    Langzeit- Erfahrungsbericht mit dem BMW X3, Teil 1.)

    Zum Glück habe ich noch meinen Entwurf des Berichtes den ich vor längerer Zeit für Ciao.de geschrieben habe, in den Tiefen meiner Word Dokumente gefunden.
    Als Eröffnungsbericht in der SUV und BMW Abteilung des neuen Forums hier also die Zusammenfassung nebst Schlußresume, da jetzt ein 5.2er Grand Cherokee vor meiner Türe steht..

    Grundlage des Berichtes:
    200Km im X3 3.0 I Automatik ... Vorführwagen
    200Km im X3 3.0d Automatik... Vorführwagen
    Die Vorführwagen wurden mir von meinem, übrigens sehr empfehlenswerten BMW Händler in Bad Neuenahr-Ahrweiler überlassen. Im Gegensatz zu vielen Werksvertretungen wird hier Kundenfreundlichkeit noch praktiziert.

    42.000km im X3 3.0d 6 Gang Schaltung...Eigenes FZG von März 2004 bis Februar 2007

    Optik:
    Erfreulicher Weise wurde hier das Designteam von Chris Bangle noch kurz vor der derzeit BMW typischen totalen Verunstaltung abgehalten. Mit einem X3 kann man sich noch im hellen Tageslicht auf die Strasse trauen ohne wie im 7er , 5er und jetzt auch noch 3er, von Passanten mitleidig als geschacksamputierter, I Drive Tiefenergründer betrachtet zu werden.
    Der Nichtfachmann muss außen schon genau hinschauen um Unterschiede zum alten X5 festzustellen. Wenn nicht gerade beide Fahrzeuge nebeneinander stehen, sind X3 und X5 fast nur an den hinteren Seitenfenstern ( beim X3 Unterkante schwungvoll hochgezogen) und den, beim X3 moderneren Heckleuchten zu unterscheiden. In dunklen Farben macht der X3 trotz des vielen Kunststoff noch ein gute Figur. Bei hellen Farben fällt einem das zuviel an auch noch billigen und kratzempfindlichem Plastik, erst richtig auf. Das diese Kunststoffverkleidungen auch noch ungenau verarbeitet wurden, schlecht sitzen und klappern, erfreut nicht sonderlich. Kritik an der Außengestaltung möchte ich hier nur an der Haifischflosse auf dem Dach üben. Diese eigentlich für das Navi bestimmte Optikmonster ist leider auch an Fahrzeugen ohne GPS zu finden....mancher Tuningfreak würde sich freuen.....aber ob sich ein X3 Käufer der gerade 50.000 Euro hingeblättert hat über den Prollbürzel freut, wage ich zu bezweifeln.
    Genauestens überlegen sollte man sich die Bestellung der optionalen Trittbretter mit der Aluminiumeinlage. Diese zweifelsohne gut zum Fahrzeug passende Designspielerei, sorgt für die ausgiebige Nutzung Ihrer Waschmaschine und für einen guten Kontakt zu Ihrem nächstgelegenen Textilreinigungsbetreiber. Um ohne sich die Hosen zu verschmutzen aus einen X3 mit diesen Trittbrettern auszusteigen, sind akrobatische Verrenkungen nötig die anschließend einen Besuch beim Chiropraktiker erforderlich machen
    Nach nun über 42000km ist erfreulicherweise festzustellen, dass sich an meinem X3 keine Parkdellen in den Türen befinden. Die Trittbretter verhindern scheinbar sehr effektiv, dass unachtsame Mitbürger auf engen Parkplätzen ihre Türen in die Seiten schlagen. Also, Hosen waschen und reinigen ist billiger als Türen auszubeulen und zu lackieren.


    Der Innenraum:
    Nach 2 verschiedenen, dunkel und grau ausgestatteten Vorführwagen mit der nun schon hinlänglich beschriebenen, billigen Qualitätsanmutung, habe ich mich bei meinem eigenen Fahrzeug für die sandfarbenen Innenraumlösung in Verbindung mit Sensatec ( Stoff-Lederkombination)und Sportsitzen entschieden.
    In dieser Farbkombination (außen Moccabraun met.) macht der X3 von der Ferne einen eleganten und stimmigen Eindruck. Leider lässt dieser gute Eindruck nach, je näher man dem Fahrzeug kommt. In der Mitte billiges kratzempfindliches Plastik, Wo beim X5, 3er, 5er und 7e Holz im Armaturenbrett zu finden ist, darf man sich im X3 an großzügig verteiltem Kunstleder erfreuen. Ebenso für einen BMW unwürdig sind die Plastiktüröffner...in einem Seat, oder Skoda sind hier schon verchromte Öffner zu finden.
    Erfreulich ist dagegen, die Anordnung von allen Schaltern und Bedieneinrichtungen. Es ist alles an seinem Platz und logisch angeordnet und gut erreichbar. Obgleich schon weniger Fahrerorientiert (eine frühere BMW Stärke) und mit neuem Styling, ist das Armaturenbrett im Gegensatz zu den "Bangleverunstalteten" Konsolen fast aller anderen neuen BMW Modelle der letzten 3 Jahre, noch als durchaus erträglich zu bezeichnen.
    Erfreulich auch , das dass der X3 auch ohne das bei Kunden berüchtigte und von BMW verteidigte, I drive fahrbar ist. Traurig ist hier nur wieder die Qualitätsanmutung . Der Gipfel der Frechheit, ist der von BMW verbaute Schaltgriff. Trotz des Holzpaketes findet sich hier ein billiges, auch noch schief montiertes Plastikteil. In einem Skoda oder Lada lasse ich mir so ein Teil noch gefallen aber in einem 50.000 Euro BMW ???

    Wo BMW gerade am sparen ist, die leise und zugfrei arbeitende Klimaautomatik ist leider nur wie im 3er, ohne getrennte Regelung rechts / links zu erhalten. Ungeachtet dessen, arbeitet die Klimaanlage, ebenso wie die komplette Heizungs und Lüftungsanlage, effizient und vor allem zugfrei. Erfreulich schnell wird der Innenraum auch bei niedrigen Temperaturen (-15°C) warm. Die mir aus zwei 320d und einem 520d bekannten 10 winterlichen Frierminuten kennt der X3 nicht.
    Ergänzung Dezember vom 2004: Nach einer Umprogrammierung der Sitzheizung ( Rückruf bzw. Serviceaktion von BMW) ist die Leistung der Sitzheizung nicht mehr zufriedenstellend. Wo sich im Serienzustand noch wohlige Gemütlichkeit breit machte, friert man sich jetzt noch nach 10 Minuten den A....ab.

    Die Sitze und deren Verstellmöglichkeiten lassen keine Wünsche übrig. Selbst für meine 196cm Größe und einer nicht gerade schmächtigen Figur, findet sich hier eine entspannte Sitzposition. Beifall hier auch für die zu mindestens Vorne in der Höhe ausreichend verstellbaren Kopfstützen. Die hinteren Kopfstützen sind jedoch nur für den Durchschnittsmenschen geeignet, schade eigentlich, den sonst ist hier auch erfreulich viel Platz zu finden und auch lange Strecken lassen sich auf den hinteren Plätzen entspannt bewältigen.
    Ebenfalls reichlich Platz findet man im Kofferraum. Eine nette Idee übrigens, sind die optionalen Gleitschienen für die Verzurrösen ( Ablagenpaket incl. der verschließbaren Armaturenbrettablage) Diese einschiebbaren Ösen findet man unter dem Kofferraumboden klappersicher eingelagert neben dem Bordwerkzeug und der zur besseren Gewichtsverteilung hinten eingebauten Batterie. Die unabdingbare Notwendigkeit dieser Verzurrhilfen erfährt man nach der Montage des Gepäckraumtrennnetzes welches gerade mal ca. 50% der Fahrzeugbreite schützt und an den Seiten genug Platz lässt, das sich ein ausgewachsener Schäferhund zum Spaziergang im Fahrzeuginneren aufgefordert fühlt. Das einem bei der Montage des Trennnetzes die billigen Plastikverblendungen beidseitig entgegen kommen, bestätigt auch hier die mangelnde Qualität.

    Anmerkung nach 15.000km :Die Plastikdeckelchen kommen einem jetzt auch schon ohne das man das Trennnetz irgendwie verändert entgegen.... wenigstens hängen sie an einem Plastikbändchen. BMW ist sich scheinbar des " Edel Murx" bewusst und hängt abfallende teile schon mal an Bänder.
    Übrigens stellt sich allerdings die Frage ob diese Ladungssicherungen von gesetzestreuen Verbrauchern oft verwendet werden können. BMW leistet sich bei einem, gut und mit viel Zubehör ausgestattetem X3, den Spass, die Zuladung auf 4 Personen (a 75Kilo) nur mit Handgepäck zu begrenzen (Zuladung < 400kg)! Eine Urlaubsfahrt mit der Familie und dem entsprechenden Gepäck wird dann sicher nur mit einem Anhänger zu machen sein. Hier steht dann beim X3 eine Zuglast von 2000kg zur Verfügung. Inovativ ist das BMW ESP, welches auch das gefürchtete Anhängerschlingern erkennen soll und durch Bremseneingriff reduzieren / beseitigen soll.
    Nachtrag Dezember 2004
    Genial ist übrigens die Reifenluftdruckkontrolle !!!! Diese Anzeige meldete mir sofort, ohne das optisch außen ein Druckverlust des Reifens zu erkennen war einen Reifenschaden (Schraube im Reifen). Weniger Genial ist das Notrad und dessen Lage. Das man aus Platzgründen ein Notrad verbaut, ist verständlich, das man aber das defekte, normalgroße Rad ebenfalls verstauen muss könnte bei voller Zuladung zum Problem werden.
    Bis man das Notrad übrigens herausgewurschtelt hat, sieht man bei ( wie mir passiert) übelem Wetter aus wie eine Wildsau, die frisch und gut erholt aus der Suhle steigt. Ebenfalls erfrischend ist es, wenn man das eingesaute, platte Rad dann in den Velurverkleideten Ladenraum legen darf.


    Es folgt Teil 2


     
  2. BigPit

    BigPit Der, der aus der Eifel kommt

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    Teil 2 BMW X3 3,0d Lanzeiterfahrung

    Teil 2

    Ausstattung / empfehlenswertes Zubehör

    In der Grundausstattung kommt der X3 wie alle BMW Modelle recht mager daher. In dieser Fahrzeugklasse sollte eine Klimaautomatik (Aufpreis zur Serienklimaanlage) Serienstandart sein. Empfehlenswert ist das Bi Xenon Licht in Verbindung mit dem Kurvenlicht. Das Kurvenlicht ist gerade auf engen Landstraßen eine nette und interessante Sache. Völliger Blödsinn ist meiner Meinung nach die Lichteinschaltautomatik, Zitat Betriebsanleitung: Die Xenonbirne hält in der Regel ein Fahrzeugleben, sofern das Licht nicht übermäßig ein und aus geschaltet wird !!!! Die Zielgruppe der X3 Käufer wird meines Erachtens noch in der Lage sein zwischen hellen und dunklen Lichtverhältnissen zu unterscheiden und auch das manuelle Einschalten des Lichtes wird den Fahrer sicherlich nicht überfordern. Im Gegensatz dazu ist der Regensensor für mich ebenso unverzichtbar geworden wie das Multifunktionslenkrad mit dem wichtigsten Bestandteil, dem Tempomat.
    Auf langen Autobahnfahrten bei schlechten oder wechselhaften Wetterbedingungen lernt man den Luxus des Regensensors nicht nur aus Bequemlichkeitsgründen schätzen, sondern auch der Sicherheitsgewinn ist nicht unerheblich. Schade nur, dass bei Kälte, die Scheibenwischer nur rubbelnd über die Windschutzscheibe hoppeln. Nachtrag 05.2006 das kriegt BMW bis heute nicht in den Griff. Darüber meckern ALLE mir bekannten X3 Besitzer.

    Ebenso wichtig ist der Tempomat für gleichmäßige, kraftstoffsparende Fahrweise insbesondere im Anhängerbetrieb.
    Für große Menschen sind des Weiteren, die Sportsitze zu empfehlen. Gegenüber der Serienbestuhlung lässt sich die zu kurze Oberschenkelauflage hier noch nach vorne herausziehen. Noch angenehmer wird das Fahren durch die Sitzheizung und die elektrisch einstellbare Lordosenstütze. Spielt der Geldbeutel mit, macht bei wechselnden Fahrern, auch die elektrische Verstellbarkeit der Sitze mit Memoryfunktion Sinn.
    Empfehlenswert ist ebenfalls das schon beschriebene Ablagenpacket mit seinen zusätzlichen Staunetzen, Laderaumschienen und, sofern kein Navi geordert wurde, der Ablage unter der Armaturenbrettklappe. Mit der umfangreichen Aufpreisliste lässt sich ohne Mühe ein Kaufpreis von über 60.000 Euro erreichen. Nur ein vernünftiger Schaltknauf ist, passend zu der dunklen Holzausstattung, zur Zeit weder für Geld noch für gute Worte erhältlich.

    Motor / Fahrwerk/ Antrieb

    Der 3.0 IA mit 232 PS, der neben der bekannten Laufruhe des Reihensechszylinders und dem turbinenartigen, seidenglattem Motorlauf durch Leistung und Drehfreude überzeugt genehmigt sich in der realen Nutzung 14 Liter die sich jedoch bei flotter Fahrweise locker über die 20 Litermarke treiben lassen. Die Automatik schaltet weich aber hektisch. Bei höheren Drehzahlen bemerkt man BMW´s neuen Spardrang. An der Motordämmung wurde im Vergleich zum X5 oder 5er drastisch gespart. Laut brüllend überschreitet das Triebwerk die 5000Um Marke und jegliche Unterhaltung erstickt im Keim. Sollte diese Geräuschkulisse dann ein Versuch von BMW sein den hohen Verbrauch zu reduzieren, ist dieser äußerst Erfolg versprechend. Im Vergleich zu den Mitbewerbern aus Japan oder auch Deutschland (insbesondere VW) relativiert sich der Verbrauch jedoch wieder. VW´s 3 Liter Benziner im Tuareg zieht im Vergleich mit dem X3 keine Wurst vom Teller und säuft wie ein Gully.
    Nachtrag 05.2006 : Auch der von mir zwischenzeitlich gefahrene 3 Liter Diesel von VW ist gegenüber dem BMW eine träge, unbeholfene Kiste die sich mind. 12 Diesel genemigt. Vorteile beim VW liegen meines Erachtens ausschließlich in der viel Verarbeitung, der Qualitätsanmutung, der Geräuschdämmung und dem Raumangebot. Nachtrag 2007 VW ist lernfähig. Das derzeitige Model ist VW besser gelungen
    Auch ein DB 320ML genehmigt sich mehr und leistet weniger, ganz zu schweigen davon das die Laufkultur der BMW Triebwerke unerreicht ist. Trotzdem passt der Benziner eher in die andern BMW Modelle.

    Der 3.0dA mit 204 PS ließ sich hier wesendlich angenehmer fahren. Auch hier war zwar das kernige Motorengeräusch lauter als erwartet, jedoch angenehmer zu ertragen. Im Verkehr mitschwimmend läuft der Diesel leise und unaufdringlich um bei Vollgas, aus dem Drehzahlkeller kraftvoll und tiefer Resonanz los zu brummen.
    Der 3 Liter Diesel von BMW der hier gegenüber dem X5 (218 PS) in der Leistung reduziert wurde passt mit seinen 410Nm Drehmoment viel besser zur Automatik des X3 als der Benziner. Die Getriebeabstimmung dürfte nach meiner Meinung noch etwas mehr das bärige Drehmoment des Motors nutzen. Der Verbrauch beim Diesel mit Automatik dürfte hier realistisch zwischen 9 und 12 Litern liegen.
    Nach diesen Erfahrungen mit den beiden Automatik Vorführwagen habe ich mich für den Diesel mit Schaltung entschieden. Eine Entscheidung, die sich bei jedem Tanken erfreulich in Erinnerung bringt (mit jedem Griff an den immer noch billigen Schaltgriff ebenfalls). Das Getriebe schaltet sich nach einer kurzen Einlaufphase leichgängig und sauber. Die Schaltwege sind kurz und knackig.


    Das drehmomentstarke Triebwerk lässt sich schon ab 1400Um (darunter ist das turbotypische Leistungsloch) schaltfaul fahren um dann ab 1700Um hammerhart mit vollen 410Nm Drehmoment nach vorne zu stürmen. Dem Allrad und den elektronischen Helferlein sei Dank, kommt hier auch auf nasser Straße die volle Leistung auf den Teer und der ein oder andre Gedanke an die Haltbarkeit Antriebswellen (entsprechende, negative Erfahrungen mit US Allradfahrzeugen liegen vor) geht einem durch den Kopf . Die Fahrleistungen reichen völlig aus um immer noch entspannt, auf kurvigen Eifellandstrassen, die meisten tiefer gelegten "Möchtegern Renner" die ihre Versuchsrunden auf dem nahe gelegenen Nürburgring überlebt haben, zu frustrieren. Leistung und Traktion pur in Verbindung mit einem BMW typischen knackigem Fahrwerk ermöglichen eine für diese Fahrzeugkategorie äußerst sportliche und dynamische Fahrweise. ...................................................................
    Bis zum Tempo 210 ( abgeriegelt) die der Diesel selbst an langen Autobahnsteigungen berghoch erledigt, kommt so schnell keiner an einem flott bewegten X3 Diesel vorbei. Der Versuch mit einem der Konkurrenten, wie dem DB 320ML, diversen Engländer, Amis, Japanern oder Koreanern, einem X3 auf winkligen engen Strassen zu folgen, wird abgesehen von deren mangelnden Motorleistung, alleine schon durch die schwammigen, teils schon antiquarischen Fahrwerke, fast unvermeidbar im nächsten Graben enden, obschon einige davon, durch ihre höhere Geländetauglichkeit aus diesem Graben auch allein wieder herauskrabbeln können.

    es folgt Teil 3
     
  3. #3 BigPit, 13.08.2007
    Zuletzt bearbeitet: 13.08.2007
    BigPit

    BigPit Der, der aus der Eifel kommt

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    Teil 3 BMW X3 3,0d Langzeiterfahrung

    Ob man sich das optionale Sportfahrwerk antun sollte (hier sind dann über 220kmh drin) wage ich zu bezweifeln. Schon das Serienfahrwerk ist für manch einen schon zu hart. Trotzdem möchte ich den Spagat zwischen der möglichen Sportlichkeit, der Geländetauglichkeit, Bereifung und hoher Sitzposition, als äußerst gelungen bezeichnen.
    Passend zum Premium Motor, und dem Fahrwerk verbaut BMW im X3 Bremsen die den Anforderungen vollstens genügen. Die großzügig dimensionierten Bremsen im X3 übernehmen neben der Verzögerung noch die Verteilung der Antriebskraft. So wird die Leistung, ohne das Differenzialsperren nötig werden, elektronisch in Sekundenbruchteilen an die Räder verteilt und auch im tiefsten Matsch und Schnee eine optimale Traktion ermöglicht. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, wie angenehm sich ein 1500kg Wohnwagen aus einer tiefen und matschigen Wiese ziehen lies ( auch hier wäre das Sportfahrwerk und die dazu gehörende Hochgeschwindigkeitsbereifung hinderlich).
    Die am meinem Fahrzeug montierte Ganzjahresbereifung stellt einen guten Kompromiss zwischen Laufruhe, Komfort und Sportlichkeit und immer noch guter Traktion bei Matsch oder auch nasser Wiesen und Feldwege dar. Als Winterreifen taugen diese Reifen allerding nichts. Ich babe es geschafft ,meinen X3 im Vertrauen auf den genialen Allrad im Schnee zu versenken !
    Nach Montage von RICHIGEN Winterreifen war die doppelte Menge Schnee problemlos zu meistern. Ein hämisches Grinsen ins Gesicht zaubert einem der X3, wenn man einen im Schnee festgefahrenen Tojota Landcruiser abschleppen darf (X3 Fahrer sind ja auch bei den über den X3 als Möchtegerngeländewagen lästernden Hardcore Offroadern hilfsbereit). Der BMW X-drive ist halt eben zur Zeit das Maß der Dinge.
    Richtiges Gelände werden wohl die wenigsten X3 gefahren werden, für die normalen Anforderungen eines Hobbyjägers, Anglers, Surfers oder Seglers reicht das Fahrzeug auf jeden Fall. Als harter Offroader ist der X3 ein Versager, aber die vorhanden Geländemöglichkeiten reichen aus um den mitfahrenden, lästernden Großstadtcowboys, die den X3 oder ähnliche Fahrzeuge als Softroader belästern, zu einer stark riechenden Sonderzustellung in ihrer Designerjeans zu verhelfen.

    Alles in allem ist der BMW X3 eine gelungene Neuerung auf dem Mark die dem Terminus
    " Eierlegende Wollmilchsau " unter allen Alternativen derzeit noch am nächsten kommt.
    Würde BMW sich jetzt noch zu einer dem hohen Einstiegspreis von 40.300 Euro und der ellenlangen Aufpreisliste entsprechenden, BMW würdigen Verarbeitungsqualität hinreißen lassen (den lächerlichen Schaltknauf könnte ich den BMW Entscheidungsträgern immer noch um die Ohren hauen), könnte man den X 3 glatt weiterempfehlen.

    Oktober 2004
    Erweiterung des Berichtes nach nun 6 Monaten und jetzt 11.000 Kilometern.

    Erfreulicherweise hat sich der Durchschnittsverbrauch bei zügiger Fahrweise nun auf 8,2 Liter Diesel !!! eingependelt.
    Im Anhängerbetrieb mit einem 1200Kg Wohnwagen und Tempomat 110 lag der Verbrauch über 2500km, bei akzeptablen 10.2 Liter. Alsolut genial ist die unglaubliche Durchzugskraft der Maschine. Der X3 3.0d zieht trotz Hänger im 6ten Gang fast alle Autobahnsteigungen hinauf ohne sich aus dem Tempomat (110kmh) zu verabschieden. Der Langstreckenkomfort im Bezug auf die optionalen Sportsitze mit ausziehbarer Beinauflage und Lordosenstütze, ist sehr zufriedenstellend. Weniger gut ist im Hängerbetrieb das Motorengeräusch. Ist der Klang im Solobetrieb noch einigermaßen zu ertragen (im Vergleich zum 5er oder X5 mit gleicher Maschine wesendlich lauter und in einigen Drehzahlbereichen zu metallisch) wird die Geräuschentwicklung im Hängerbetrieb störend aber abwechslungsreich. Die Bandbreite geht hier vom angenehmen tiefen Brummen über ein metallisches Rasseln welches jedes BMW Fahrerohr beleidigt, bis hin zum den verschiedensten Tonlagen des Turbopfeifens und Bypassröchelns. Hier erwarte ich von einem Fahrzeug in dieser Preisklasse wesendlich mehr, zumal BMW im X5 zeigt das eine andere Abstimmung möglich ist.
    Für eine Belebung des Blutkreislaufes sorgte der X3 auf 1240 Metern Berghöhe in Südfrankreich als wir neben der dortigen Funkstation anhielten um die Aussicht zu genießen. Die Funkstation( Annahme) und die Bordelektronik des X3 waren scheinbar nicht kompatibel. Die Fernbedienung fiel aus und das Fahrzeug ließ sich nur noch manuell öffnen. Nach dem Start leuchteten ein Großteil der Kontroll- und Warnleuchten permanent auf und erst nach ca. 10 Km und mehrmaligem Neustart lief der X3 wieder im Normalzustand. Ich stelle mir hier jetzt den computerunerfahrenen Rentner vor der weitab von der nächsten Ortschaft durch so etwas, panikerfüllt nach seinen Betablockern und im BMW Handbuch, nach der nächsten BMW Werkstatt sucht.
    Aber alles in allen sind die Erfahrungen mit dem X3 3.0 Diesel positiv.
    Abgesehen davon ist der X3 neben dem X5 derzeit das einzige noch nicht verunstaltete BMW Model.
    Bei allen anderen neuen BMW ( vom 7er über 5er, dem 1er und oh Verzweiflun, auch dem neuen 3e) hat Chris Bangle es geschafft alle positiven Emotionen aus dem Armaturenbrett zu verbannen. Vor allem wenn man sich das I-Drive antut, wirken die neuen Cockpit absolut lieblos.
    Haben die Herren bei BMW vergessen das in dieser Preisklasse Emotionen beim Fahrzeugkauf eine Entscheidende Rolle spielen ?? Bei diesen Armaturenbretter vor der Nase schlafen mir die Füße ein. Die Freude am Fahren ist auf unseren Strassen nur selten möglich, so dass einem genügend Zeit bleibt auf diese triste, großflächige Konsolenlandschaft zu schauen. Hier werden dann Erinnerungen an die alten Audimodelle aus den 70er Jahren wach.


    Abgesehen davon, sollte I-Drive NUR im Stand des Fahrzeuges zu bedienen sein. Wenn telefonieren ohne Freisprechanlage während der Fahrt in Deutschland schon verboten ist, und einige das Rauchen bei Fahrt verbieten wollen, dass Wechseln von CD´s Musikkassetten oder das graben im Handschuhfach den Versicherungsschutz gefährdet, dann warte ich nur auf die erste Ablehnung eines Schadenfalles durch den Kaskoversicherer nach Spielerei am I-drive oder vergleichbarer Systeme.


    BMW X3 Probleme innerhalb der 42000 km :

    *Motorsteuerung wurde ausgetauscht, da das Fahrzeug beim langsamen Abbiegen, oder wenn man an eine rote Ampel rollt, ausging. Gerade beim Abbiegen unangenehm da dadurch auch die Servolenkung ausfällt und das Fahrzeug kaum noch lenkbar ist.

    *Mangelhafte Leistung der Sitzheizung nach unnötigem umprogrammieren durch BMW

    *Der lächerliche Schaltknauf konnte immer noch nicht gegen etwas passendes ausgetauscht werden. Nun ist das unmögliche Ding auch noch (durch Ehering) verkratzt.

    *Die Plastikverkleidungen Außen klapperten. Verarbeitungsmangel. Durch BMW Händler behoben.
    *Plastikverkleidungen (obere Aufnahme des Gepäckraumnetzes im Dachhimmel) fallen herab. Aber mit der Zeit bekommt man Routine die Deckelchen wieder einzusetzen!

    * 5 Plattfüße in der Zeit. Kein BMW Problem. Nur Problem des BMW Kunden das Sch….. Notrad unterm Auto hervorholen zu müssen und dann das andere zu verstauen. Ich wünsche den dafür Verantwortlichen Samstag Nachmittag um 16Uhr Autobahn, auf der Urlaubsreise, 1500km vom Zielort entfernt, eine Reifenpanne bei ströhmendem Regen und Kofferraum bis an die Decke vollbeladen und viel Spaß mit ihren Notrad oder jetzt Runflattreifen. Vor Dienstag wird die Urlaubsreise wohl nicht weitergehen, da auch die BMW Händler nicht alle reifen auf Verdacht da rum liegen haben.

    Fazit: Zuverlässig, sparsam, stark, schnell, sicher. / Teuer, dürftig Ausgestattet, bescheiden verarbeitet, geringe Zuladung

    Der Bericht beruht auf eigenen Erfahrungen und spiegelt auch NUR meine eigene Erfahrung oder Meinung wieder.
    Alle Tipp und Rechtschreibfehler wurden mühevoll eingearbeitet. Für diejenigen denen es aufgefallen ist, hier die fehlenden Kommas zum selber einbauen ,,,,,,,,, ,,,,,,,,

    und noch paar andere Satzzeichen als Zugabe, wenn was übrig bleibt, auch zur freien Verwendung für eigne Texte ;;;;; ???? !!!!!! „““““““

    Mit den besten Grüßen

    BigPit
     
  4. #4 Lohrengel, 13.08.2007
    Lohrengel

    Lohrengel Guest

    absolut klasse bericht ! vielen Dank peter :daumen:daumen:daumen:daumen
     
  5. #5 rottifan, 15.08.2007
    rottifan

    rottifan Muscle-Jeep-Driver

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    Jens
    Ein geiler Bericht, vielen Dank für die Mühe. Davon müsste man mehr haben. Echt interessant !!!
     
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