Mein 4x4 Lebenslauf

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  1. #1 TJ Pauli, 15.11.2009
    TJ Pauli

    TJ Pauli Jeeper

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    Hallo Ihr,

    hier möchte ich euch "kurz "schildern, wie es bei uns zum 4x4 gekommen ist.
    Mit stolzen 22 Jahren, es war 1984, bin ich durch einen Bericht aufmerksam geworden, dass ganz in der Nähe im Münsterland eine Geländewagenveranstaltung stattfinden sollte. Es war ein Trial vom VDGV. Spaß am Dreck hatte ich schon immer :bähh , und so machte ich mich mit meiner damaligen Freundin, ja heute sind wir immer noch verheiratet, auf ins Münsterland.

    Da der Motorsport zu diesem Zeitpunkt sehr Stiefmütterlich behandelt wurde, wussten wir nicht was uns erwartet. Fachzeitschriften kannte ich bis dato nicht.
    Im Gelände angekommen sahen wir eine ganze Menge LJ´s, SJ´s, einige Toyotas, Rover, Daihatsus und auch Jeeps. Schnell begriffen wir, dass dieses Fahren etwas mit Punkten, Kugeln und Stangen zu tun hat. Wir waren schlichtweg begeistert und waren uns einig: Ein 4x4 muss her. :grübel

    Suzuki war nicht so mein Ding, Toyota Daihatsu auch nicht, aber ein CJ, der war toll.
    So haben wir uns mit finanzieller Hilfe eine CJ 7 Renegade in rot mit dem 2,5 Liter Motor gekauft. Der Jeep war zu dem Zeitpunkt 3 ½ Jahre alt.
    Immer interessierter suchten wir einen Geländewagenclub in unserer Nähe.
    Wir wurden beim damaligen 1. ORC-Oberhausen fündig, schlossen uns diesen Leuten an und verbrachten eine Menge Spaß miteinander.
    :deppenalarm

    Eine leidige Erfahrung die wir machen mussten waren die sogenannten Jeep-Clubs. Wir hatten ja nur 4 Zylinder unter der Haube, also beachtete man uns nicht, und wir haben auch keine Beziehung zu den arroganten Heinis aufgebaut
    (Dieser Stil herrscht in diversen anderen Foren leider immer noch).


    Mein Tatendrang einher mit der Unerfahrenheit war ein garant für viele z.T. auch teure Reparaturen. Wasserlöcher, Schlammpassagen, Steilhänge, ein Jeep kann das :traurig2Große Ahnung von Auto´s und wie das so manches funktioniert, und warum das auch immer bei mir kaputt geht hatte ich noch nicht.

    So hatte ich auch einen Maschinendefekt. Wieder 4 Zylinder?? Nein, 6 Zylinder sollten es sein. Der war schon in den 80er Jahren als robust uns Drehmomentstark bekannt.
    In einer US-Car Werkstatt in Essen wurde der 4 gegen den 6 Zylinder getauscht. Leider war diese Arbeit nicht sehr überzeugend gemacht worden, und so sauste bei einem der unzähligen Geländeausritte der Motor in den Kühler. Und wieder ein Aus für den Jeep. Alles was an Geld da war landete in diesem Auto. Geld, ach ja da war noch was. Warum auch immer hatten wir so viel Geld, dass der 6 Zylinder raus, und eine überholter 8Zylinder eingebaut wurde. Toller Sound :genau, aber die Jeeper mochte ich immer noch nicht. So hatte ich auch schnell den Namen 4-6-8Zylinder weg.
    Doch die Unterhaltskosten stiegen dramatisch. Ein Verbrauche von 25 Litern waren angesagt.

    Was tun. Den CJ in der Presse annonciert, Internet kannte ich nicht, und sehen was passiert. Zwischenzeitlich haben wir uns ein SJ 413 zugelegt, und ich muss sagen, sparsam, geht nicht so schnell kaputt und kommt im Gelände weiter als die meisten anderen Serien 4x4. :daumen
    Dann der Verkauf vom Jeep, ich muss nach wie vor sagen, optisch vor allem offen einer der schönsten Geländewagen. Der Erlös entsprach meinen Vorstellungen, und so fuhr er dahin.


    [FONT=&quot]Dann lernten wir auf einem unserer eigenen Trials Hansi vom ORC-Grenzland kennen. Er fuhr so ein Auto, mit dem man auch zur Oper fahren kann. Ihr wisst schon, einen Range Rover. Ich war wieder hin und hergerissen, und wollte einen haben. Das Geschwätz der anderen Leute habe ich ignoriert. :tuscheln Engländer, immer kaputt, Elektrik = Lucas, die Herren der Dunkelheit etc.
    Wir haben zum SJ noch einen älteren Range Rover gekauft.
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Hierbei und auch schon vorher habe ich bei Berthold so einiges über die Technik, Reparieren, Schweißen etc. gelernt. Es hat Spaß gemacht, und ich konnte so langsam sehr viel selber machen, und was nicht ging, haben wir gemeinsam erledigt. Unsere Garage füllte sich mit Werkzeug, auch in Zollgröße, Schutzgasschweißgerät, Kompressor und vieles mehr.[/FONT][FONT=&quot]:tj[/FONT]
    [FONT=&quot] Der Range Rover jedenfalls war ein treuer Begleiter, der uns immer wieder nach Hause gebracht hat. Wir waren davon so begeistert, dass wir in den nachfolgenden Jahren 3 weitere diesen Typs hatten, und wenn die Steuern (leider nur Euro 1) nicht so hoch gewesen wären, hätten wir heute, also 25 Jahre nach dem 4x4 Anfang, immer noch einen.
    Mit den letzten Range Rovern habe wir so einige Trials bestritten, und auf Grund der Klasseneinteilung auch so einige vordere Plätze erkämpft.

    Was ich schon immer toll fand war der Mercedes G, 2 Sperren Schraubenfedern, für ein kurzes Modell sehr viel Platz (mittlerweile war Nachwuchs da) und der Diesel war bezahlbar vom Verbrauch. Steuern damals DM 18,80 je 100ccm, das war ok. Jedenfalls standen plötzlich ein SJ, ein Range Rover und ein G auf dem Hof. Dieser Bestand wechselt mehrmals. Dazu gab es noch einen PKW. Wie ich bereits schon mal geschrieben hatte, kann man sich alles schön rechnen, ob Verbrauch, Steuern... . Auf jedenfall kam diesmal eine gravierende Steuererhöhung für „Stinker“.
    Was machen?
    Total angesäuert von den Steuerbehörden :vertrag, dazu noch das G-Kat-Geschiss haben wir den damaligen SJ es war auch nicht mehr der Erste, in einen Samurai mit G-Kat umgetauscht, der auch noch heute von meiner Frau täglich benutzt wird.
    Dazu kamen noch Clubquerelen beim 1.ORC-Oberhausen, kein Gelände mehr, vorher konnte man auch im Ruhrgebiet an vielen Stellen fahren, Leute gingen und man motze sich an, schlichtweg, die Auflösung stand bevor. :cool
    Etwas deprimiert hatten wir keinen Bock mehr auf Geländewagen. Wir haben bis auf die Susi alles verkauft, selbst der Wohnwagen wurde verhökert.
    Dann kam Uwe, Freund und ehemaliger Clubkollege und sagte. Ist doch blöd was ihr macht, komm wir fahren mal zum ORC-Grenzland. Die kannten wir ja schon von einigen Veranstaltungen, und 100KM nach Geilenkirchen waren auch machbar.
    Also hingefahren und wieder angesteckt. :tanz Wieder einen G gekauft mit Kombizulassung, aber der war ja so träge was machen? Ein Cherokee XJ musste her. Bei Will noch schnell die Kombizulassung machen lassen und fertig. Der G wurde wieder verkauft. Die Kombizulassung entfiel wenig später, und der Cherokee war ausgenullt. Die Unterhaltskosten explodierten plötzlich. Dann kam der Bolzen mit dem Wrangler. CJ damals war toll, was Schraubenfedern leisten wusste ich mittlerweile auch, also einen TJ gesucht. Es war ein 98er Sahara mit wenig Kilometern, der in unseren Bestand einfuhr.
    Hier durfte Will wieder umbauen, Sperre hinten, und Achsübersetzung. Höherlegen etc. habe wir selbst gemacht, aber die Jeepachsen mochte ich nicht. Bei Rover und Suzuki habe ich die Sperren selbst eingebaut, aber Jeep, nein Danke.
    Aber was soll ich sagen, der TJ war zu klein ,:grübel
    Mal sehen was er bringt wenn man ihn verkauft. Der Erlös kam meinen Ausgaben sehr nahe, und nach knapp 2 Jahren war er wieder weg. :pfeiffen
    Dann fand ich im Internet, ja das gab es mittlerweile, einen Discovery V8 mit Gasanlage zu einem guten Kurs. Hingefahren, angeschaut und mitgenommen. Der Disco war super komfortabel, es war der letzte der 1er Serie (1998) und er hatte alles, was Land Rover damals so im Angebot hatte. Aber auch einen ordentlichen Durst von 24 Litern Gas. Und der Gaspott hinten nervte auch hin und wieder. Es war reine Einbildung, ich wollte nur wieder was anderes. Nun fing das Schönrechnen erneut an. Ein Grund gegen den Disco war die enorm hohe Versicherungseinstufung. (Hätte man auch vorher wissen können, wollte ich aber nicht).
    Also wieder das I-Net mit dem Verkauf beauftragt, was auch schnell und unkompliziert erfolgte.
    Mittlerweile hatten wir ja wieder einen Wohnwagen, aber die arme Suse davor, Clubausflüge in die ausländischen Berge :nö.
    Im Hinterkopf schlummerte immer noch der Jeep-Gedanke, und ich habe mich ordentlich geärgert, den Sahara abgegeben zu haben. Naja, es war zu spät. Die Suche begann von vorn, und so haben wir Pauli, vom gleichnamigen Händler zu uns genommen. Aber was ist ein TJ, wenn er nicht mit Achsen..... umgebaut ist. Also wieder Teile bestellt, bei Will wo sonst, und zum Hepp nach Heinsberg gefahren und einbauen lassen. Jeepachsen mag ich immer noch nicht.

    So und Pauli bleibt, den geben wir nicht mehr her. Egal wie schön gerechnet wird. :bäh
    Stand November 2009 :genau

    Ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt.



    [/FONT]
     
  2. #2 Pathkiller, 15.11.2009
    Pathkiller

    Pathkiller Der mit dem Jeep tanzt

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    Hallo Frank,

    interessante Geschichte sehr schön erzählt, also weiterhin viel Spass mit Eurem TJ...

    oder mal sehen was noch kommt... :pfeiffen

    Gruß Manfred
     
  3. BigPit

    BigPit Der, der aus der Eifel kommt

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    Vielen Dank.
    Nach diesem "Kurzen" Einführungsbericht, freue ich mich schon jetzt auf viel etwas ausführlichere Berichte aus dem langen Leben eines Offroadfahrers:genau.


    Super Idee von Dir. Eigendlich müsste ich meinen Werdegang auch mal in Worte fassen..... Bin aber zu schreibfaul.
     
  4. #4 Tobi150, 16.11.2009
    Tobi150

    Tobi150 Only in a Jeep.

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    Suzukis, SJ410, SJ413, Samurai, haben mich auch viele, viele Jahre begleitet! :daumen
     
  5. xj800

    xj800 Jeeper

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    Da hast ja schon ne ganze Menge an 4x4 besessen,bei mir warens bisher nur ein Niva und der Jeep jetzt,nich grad viel,aber genug um festzustellen,man kommt auch mit 4 Zylindern weit genug:bäh
     
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