Bin im Moment...quasi heute..am verzweifeln. Wir schauen ja schon eine zeitlang nach einem neuen Haus und bis jetzt war nicht das richtige dabei. Aber jetzt nen schönes mit 150qm Wohnfläche, Doppelgarage am Haus mit 2,15m Durchfahrthöhe, schönen Garten, gehobene Gegend... gehobener Preis, um genau zu sein €50.000,- über dem was wir eigentlich ausgeben wollten. Jetzt muss ich zugeben, dass ich mich nicht sehr mit dem Geldmarkt beschäftige und ich eigentlich diesen ganzen Baufinanzieren und Banken nicht traue. Was sagt ihr denn...werden die Zinsen wohl noch länger auf diesem Stand bleiben, so dass man sich ruhig noch Zeit lassen kann mit dem Nachschauen oder besser jetzt als nie...? Konsequenz wäre der Verkauf meiner Garage und meines YJ...die geerbten Weinberge in Italien will denke ich mal eh keiner haben . Das ist eigentlich was, dass ich vermeiden möchte, aber andererseits ist der Wagen nur ein Hobby und für unser Haus (Dienstwohnung) läuft nächstest Jahr der Pachtvertrag aus, wer weiss was das Land dann vor hat. Unsere 40 Garagen, die dazugehören, haben die letzte Woche schon angefangen zu plätten und es besteht die Gefahr, dass dieses auch mit den Häusern passiert um evt. z.B: den Knast zu vergrößern, hier gäbe es ja keine Demos mehr dagegen wie in anderen Regionen. Und wenn dann 40 Familien ein Haus suchen wird es lustig auf dem Markt. Vorweg: meine Frau findet die Idee einen Bus umzubauen und darin zu wohnen doof
also ich habe vor 7 - 8 Jahren mich angefangen damit zu beschäftigen, da hieß es wenn der Bauzins mal unter 5,5 % geht, ja dann ist die Wirtschaft am Arsch und nichts geht mehr. 5% waren absolut unvorstellbar !!! vor 6 Jahren hab ich dann 4,2 % für 15 Jahre fest bekommen. Und da hieß es auch "jetzt oder nie" tiefer geht überhaupt nicht !!! und ja wenn ... wenn der Zins mal unter 4% geht, ja dann .... ... bla bla bla Jetzt ist er bei was ?? 2% ?? und ?? geht immer noch !! Alles nur blabla in meinen Augen ! Mach Dir keinen Stress, ich denke mit den heutigen Nachrichten bzgl. Euroraum geht da noch viel mehr in Sachen Zins und bald in der Wirtschaft noch viel weniger ... ... und man wird sehen, dann geht's trotzdem irgedwie weiter. Es wird nicht aller Tage Ende sein, nur weil die Kohle nix mehr wert ist. und NEIN, ... ich will und werde hier keine politische Unterhaltung führen, it's just my 2ct Gruß Marc PS.: wenn der Jobmotor D'land ins Stocken gerät, hast Du in Deinem Job alle Trümpfe in der Hand und die Banken werden es Dir schon recht machen wollen wenn kein Anderer mehr kommt um sich die Kohle auszuleihen. Ich selbst merke es im "Vertrieb von Investitionsgüter" schon jetzt wirklich deutlich: Es kommt schon jetzt öfters nicht mehr darauf an, wer den besten Preis macht. Viel mehr ist entscheidend, wer für den Kunden die Finanzmittel "besorgen" kann
Hi Marc, Bei den derzeitigen Zinssätzen würde ich auf jeden Fall eine langfristige Festschreibung empfehlen (10-15 Jahre). Die Tilgung kann dann relativ hoch angesetzt werden. Ich weiß nicht wie hoch dein Eigenkapital ist, und was das Wunschhaus kostet, aber bei der jetzigen Zinssituation würde ich jetzt unbedingt zuschlagen, wenn du das realisieren kannst. Niedriger werden die Zinssätze wohl kaum mehr werden - sagt mein Banker. Und bevor sie wieder rauf gehen ....... Nachdem meine Kids langsam ausgeflogen sind, wird mein Haus zu groß. Deshalb suche ich etwas kleineres für meine Jutta, den Hund und mich. Leider gestaltet sich die Suche nicht einfach.
Einen Punkt habe ich noch vergessen: Nicht nur, dass es teurer ist, es steht auch noch auf Erbpacht. Laut Imo-Typ 99 Jahre festgelegt (also werde ich das Ende nicht mehr erleben) und die Kosten sollen sich auf keine € 500,-/Jahr belaufen. Aber was genau heisst das? Kann der Besitzer des Grundstückes nicht sagen, dass er mal kräftig die Pacht erhöht?
Hi Marc, was genau ist die Frage? Bleiben die Zinsen unten? Meiner Meinung nach tun sie das auf absehbare Zeit, wobei Geld aktuell fast schon unverschämt billig ist. Ich sehe auch derzeit weltweit keine Signale, die auf eine Veränderung hindeuten. Wenn GR, ES und IT endlich aus dem Euro raus sind mag sich das ändern, aber bis dahin gehen noch einige Milliarden den Bach runter. Ich denke mal, daß ein Haus bei vernünftiget Bonität und etwas Eigenkapital für max. 3% zu finanzieren sein dürfte - und das bei regionalen Anbietern, nicht nur im Internet. Einzelfallprüfung immer vorbehalten. Das ist bei einer Inflation von 1,5-1,8% - mit Verlaub - lachhaft. Deine zusätzlichen 50T€ kosten also rund 125€ zusätzlich pro Monat, vor Tilgung. Im Gegenzug tendieren Häuser wertmäßig wohl eher stabil bis fest, Stichwort "Flucht in Sachwerte". Bei nur 1,25-2% Habenzinsen gehen Investoren verstärkt in Immobilien um Rendite (sprich Mieteinkünfte) zu erzielen. Höhere Nachfrage führt zu entsprechend festeren Preisen.
Das hab ich grad mal gegoogelt: Die Erbpacht wird meist auf 99 Jahre festgeschrieben Du bist dann Besitzer des Grundstücks aber nicht Eigentümer aber Du bist Eigentümer des Hauses. Du hast jährlich einen festen Zinzsatz auf den Wert des Grundstückes zu zahlen woraus sich der Betrag von 928,80Euro ergibt. Der Zinssatz kann im Vertrag festgeschrieben sein aber es kann auch eine Gleitklausel im Vertrag stehen so das der Zinssatz angepasst werden kann. (unbedingt beachten Erbbaurechtsverordnung regelt diese Anpassung) Ich persönlich halte von Erbpacht garnichts, dann kann man gleich zur Miete wohnen bleiben, denn was ich auf dem Grundstück auf dem ich lebe machen oder zukünftig bauen möchte will ich auch selbst entscheiden können. Auch wenn Du Dein Haus später verkaufen willst muss der Grundstückseigentümer zustimmen. Ich stimme dem zu 100% zu!
Einzelfall prüfen! Bei uns war Erbpacht nach dem Krieg verbreitet, Verpächter war die Stadt. Habe mich auch mal damit befaßt, ein ca. 1.200qm großes Grundstück mit Haus kostet pro Jahr 86,- (!!!!) € Erbpacht. Ich hab mich vor Lachen fast weggeschmissen. Und der neue Eigentümer tritt mit Rechten und Pflichten in den Pachtvertrag ein, profitiert also von der geringen Pacht. Haus und Grund bilden eine wirtschaftliche Einheit, daher kann der Pachtgeber nichts gegen die Veräußerung des Hauses tun, es sei denn es gibt sehr, sehr gute Gründe (mangelnde Bonität des Käufers, etc.). Zu prüfen - neben der allgemeinen Einzelsituation - ist, was das Haus überhaupt wert ist. Ist es ein Objekt aus den '50ern mit Sanierungsstau, ist der Wert relativ gering. Abschließend: Steuersituation prüfen! Durch die geringen Kosten für das Grundstück entsteht Dir ein Nutzen, der steuerpflichtig wird. Details habe ich leider nicht mehr vor Augen, ist aber vernachlässigungswürdig.
Da kann ich Dir auch helfen: Erbpacht wurde früher in Gebieten von den Städten gemacht wo die Leute wenig verdienten und sich trotzdem ein Haus leisten sollten. Heute kommt es wohl wieder "in Mode" Mein Haus stand auch auf einem Erbpacht-Grundstück. Nur das die Erbpacht "nur" noch 61 Jahre lief. Die Erbpacht-Geber können die Pacht durchaus erhöhen, wird aber wohl nach meinen damals eingeholten Info's selten gemacht und wenn dann nur im Angleich an den Wertausgleich des Geldes. Was aber in Zukunft passiert, wenn die Städte, Kommunen und Gemeinden ein riesiges Finanzloch in den Kassen haben und die Länder dieses nicht mehr ausgleichen / ausgleichen können bleibt natürlich Zukunftsmusik Weiter war es bei uns so, das Dir der Erbpacht-Geber im Falle eines "Heimanspruchs" das Grundstück abnehmen darf und Dich mit 80% des Marktwertes deines Hauses "entschädigen" muss. Daher waren bei der Finanzierung auch 20% Eigenkapital Pflicht. Ich hab das Grundstück dann mitgekauft weil mir das alles zu suspekt war und mir die Stadt ein gutes Angebot gemacht hatte. Fakt ist, Du kaufst halt nur das Haus, quasi ohne Grundstück Das ist ja soweit nicht schlimm aber das muss / sollte sich meines Erachtens im Kaufpreis wiederspiegeln !
Pit, bin nicht Deiner Meinung: Keine Kinder, keine Lust auf jahrzehntelange Kapitalbindung und nach mir die Sintflut? Dann gerne Erbpacht, wenn das Objekt stimmt, die Lage paßt, etc.
Ok, Alex - ohne Kinder mag das stimmig sein. Aber ich hab 3 von der Sorte. Vielleicht ist meine Denke etwas antiquiert. Aber ohne die selbe Denkart, wie meine Eltern, hätte ich heute auch kein Haus.
Bauen könnte ich auf dem Grundstück eh nichts mehr, Garten ist quasi von allen Seiten verschlossen. Das Haus ist 15 Jahre alt, insofern trifft das mit der Erbpacht nach dem Krieg nicht, oder?
Nein, nach dem Krieg wurde das wohl oft gemacht, hatte ja kaum einer Geld. Aber es gibt Gemeinden und Städte die das heute aktuell noch oder wieder machen. Gibt ja genügend die das Nutzen wollen / können aber es ist wie immer: 10 Leute - 10 Meinungen und keine ist wirklich falsch aber auch keine die einzig Richtige Entscheiden muss es Jeder für sich selbst und das ist ja auch genau so gut und richtig ! Fakt ist jedoch nur eins, keiner von uns kann in die Zukunft sehen und weiß was passieren wird und genauso kann Marc niemand den ultimativen Tip geben. Dafür bleibt es aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlage wiedereinmal spannend. Aber so wirklich kann ich nicht glauben, dass es bei vorhergehenden Generationen anders war Kapital zu bilden ist in jedem Fall gut ! Bargeld horten ist Quatsch und "Nachsparen" ist die teuerste Form in den eigenen Wänden zu wohnen ... aber wer kann es schon anders, das sollten wohl die Wenigsten sein
Pit, hat nichts mit antiquiert zu tun, kommt halt auf die Umstände an. In Zeiten erhöhter Ansprüche an die Mobilität der heutigen Erwerbstätigen und sicherlich auch an die der nächsten Generation ist ein Haus, welches auf 100 Jahre ausgelegt ist und 300T€+ kostet aber m.E. overkill. Marc, spricht doch mal mit dem Erbpachtgeber, der kann Dir verbindlich Auskünfte geben.
Was meinst du denn mit Nachsparen Das Haus darf übrigens einen Tag nach meinem Tod zusammenfallen, mir egal. Ich werde definitiv nicht ans Vererben denken, ist noch was da ist gut ansonsten habe ich alles ausgegeben Mein alter Herr ist auch immer fürs "Alter" am sparen, 2 Wohnungen in den letzten Jahren gekauft, jetzt guckt er noch nach nem neuen Haus. Ich sage ihm immer er soll den ganzen scheiss verkaufen und dann versuchen das Geld so auszugeben, dass ihm der letzen Cent beim Sterben aus der Hand fällt, aber er spart halt immer noch mit 62 fürs Alter
auf "Pump" kaufen So ist die Generation ! Ist eine gute Erziehung aber leider in der oft kinderlosen Singel-Gesellschaft offenbar nicht mehr sooo ganz zeitgemäß
Freunde, der Mann, der da spart, ist gerade mal 62. Damit hat er zwar 2/3 seines Lebens gelebt, aber noch 30 Jahre vor sich. Bei steigender Lebenserwartung begeht der Mann keinen Fehler, wenn er an sein Alter denkt.