Gardasee 2012

Diskutiere Gardasee 2012 im Offroad-Touren, Reiseberichte und -Erfahrungen Forum im Bereich Aktivitäten; Hallo, nach diversen Berichten über Offroad am Gardasee und dem legendären Tremalzo-Pass, verband ich den Kurzurlaub in Limone mit dem Versuch...

  1. #1 Rene Koch, 20.07.2012
    Rene Koch

    Rene Koch Guest

    Hallo,

    nach diversen Berichten über Offroad am Gardasee und dem legendären Tremalzo-Pass, verband ich den Kurzurlaub in Limone mit dem Versuch etwas Offroad Abenteuer zu haben. Schon im Vorfeld recherchierte ich, und stieß auf einen Hinweis, das der Pass womöglich geschlossen sei. Ich fragte daraufhin via facebook beim Jeep Club Italia nach, bekam jedoch keine Antwort.

    Zusätzlich kaufte ich mir erwartungsfroh den überall hochgelobten "Denzel" Alpenstraßenführer. Ich war maßlos enttäuscht. Nicht vom Buch, denn das kann ja nichts dafür, sondern von den Offroadern in den vielen Foren, die dieses Buch quasi als Offroad Bibel anpreisen. Ganz wenige Offroad-Strecken, bei Denen zudem noch auf mögliche Sperrungen hingewisen wird. Kein Kartenmaterial und auch nur eine Auswahl Dessen, was es so an schönen Alpenstraßen gibt. Naja - es ist eben ein AlpenSTRAßENführer, und somit geeignet für die Fahrer von Sportcabrios und Motorrädern. Und auch hier habe ich bereits seit 2006 mit meinem TomTom-Navi und der Wahl "kürzeste Strecke, Mautstraßen vermeiden, Autobahn vermeiden" mehr und bessere Touren entdeckt als in dem Buch stehen.

    Im Hotel angekommen fragte ich den Hotelbesitzer - Eigentümer eines richtigen Offroad-Motorrades - nach geeigneten Strecken. Er erklärte mir, das in den letzten fünf Jahren Strecke um Strecke gesperrt wurde, das Befahren die Einheimischen den Führerschein und hohe Geldbußen kostet, und speziell der Tremalzo Pass komplett zu ist, und nicht mal mehr von den einheimischen Landwirten befahren werden darf. Bei späteren eigenmächtigen Versuchen bestätigte sich seine Aussage. Bald jeder Weg hat nun - wie in Deutschland - manchmal auch erst nach über 300m, ein nagelneues Verbotsschild und manchmal eine Schranke. Trotz Allem hatte er noch einen Tipp für den Nota-Pass, der (noch) von einer Seite mangelhaft beschildert ist, und bei dem man sich notfalls als Auswärtiger rausreden könne. Diese herrliche Strecke sind wir dann auch gefahren. Von Tremosine über den Berg zum Ledro See. Dauer ca. 1,5h, nicht geeignet für sehr breite Fzge. oder Fzge. mit langem Radstand. Da sind Serpentinen an steilen Klippen, bei denen ich selbst mit dem kurzen Rubicon rangieren musste. Normaler Allrad und AT Reifen sollten reichen.

    Diese ganze Verbotsgeschichte soll wohl auch andere Routen in Itailen treffen, wie bsp. die Grenzkammstraße und andere alte Militärstraßen. Hoffen Wir, das Uns solche Strecken noch lange erhalten bleiben.

    Gruß, René

    ...für den solche Routen den Entschluss festigten, das Auto nicht noch höher, oder/und mit breiteren Reifen auszustatten.
     
  2. #2 nachtmann67, 20.07.2012
    nachtmann67

    nachtmann67 real Jeeps have round headlights

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    Na ja leider ist das mitlerweile so ......


    Hast Du Bilder gemacht ?????

    Gruß PIT
     
  3. Raptor

    Raptor Guest

    Ja Rene`, so ist das in den Alpen.

    Diese Sperrungen breiten sich schon seit vielen Jahren immer mehr aus, besonders die Ostalpen sind eigentlich voll gesperrt. Es gibt in den Westalpen noch ein paar Strecken die noch befahren werden können/dürfen. Aber es wird auch da nicht mehr lange dauern und dann sind diese auch verboten.

    Alle Strecken die jetzt geschlossen sind habe ich gefahren und es waren einige dabei die einfach klasse waren aber die sind für immer verloren.

    Daher fahre ich dieses Jahr noch einmal fünf schöne Strecken die besonders Landschaftliche Höhepunkte aufweisen bevor diese auch gesperrt werden. Teilweise sind diese auch schon nur mit zeitlichen auflagen befahrbar.

    Du hast recht mit dem Denzel, da stürzen sich alle drauf und lassen die guten Tourbücher links liegen.

    Der Denzel kann als Unterstützung dienen aber sonst ist er für die Straßenfraktion besser geeignet.

    Die Schließung vieler Militärpisten ist auf den vielen Veröffentlichungen der Strecken zurückzuführen die dazu führten das alles was Räder und Beine hat auf diese Strecken stürmten, das wiederum die Almbauern in ihrer Bewirtschaftung einschränkt.

    Ein paar Beispiele.:

    • Offroader Jagen Kühe und Schafe über die weiden und Wege mit ihren Fahrzeugen.
    • Übernachtungsplätze werden vermüllt hinterlassen und kaputte Glasflaschen und deren Scherben liegen auf den Wiesen wo sich das Vieh verletzt.
    • Es werden Heuschober verwüstet.
    • Almbauern und Schäfer werden angemotzt und bedroht.
    • Es wird in die Viehtränken gepinkelt oder die Haare mit Shampoo darin gewaschen.
    • Es werden Viehgatter geöffnet aber nicht mehr geschlossen.
    • Es werden Almwiesen oder Wiesenwege mit den Reifen umgepflügt.
    • Es wird an natürlichen Tränken ( Schmelzwasserteiche ) gelagert und das Vieh vertrieben das am Abend an die Tränke möchte.
    • Es werden hölzerne Entwässerungsrinnen auf Weiden überrollt und damit zerstört.
    Um nur einiges zu nennen was die Almbauern bei ihren Gemeinden und ihren Landeshauptleuten beklagen.

    Besonders bei der Assietta - Kammstraße werden seit geraumer Zeit Überlegungen angestellt wie der Flut von Allradpilgern zu begegnen sei.

    Kein Wunder wenn da 50 Geländewagen im Konvoi die Strecke befahren und beim Lagern 100 Menschen aussteigen und die Hälfte muß Pinkeln und noch ein paar müssen noch größere Geschäfte machen.

    Welcher Almbauer möchte dort sein Heu oder Gras abholen.

    Ganz zu schweigen wenn eine so große Gruppe für eine Nacht ein Lager aufschlägt. Dieser Platz ist so ins Nirwana getrampelt das jeder Almbauer den Verstand verliert.

    Mich ärgert wenn Strecken gesperrt werden aber bei diesen Verhältnissen wunder es mich nicht wenn die Einheimischen sich zur Wehr setzen.

    Die Alpenschutzkommission ist seit Jahren dran die komplette Alpenregion abseits der Straßen zu sperren, einige sind dieser Aufforderung gefolgt und es werden immer mehr.

    Es wird sich nichts ändern wenn diesen Offroadraudies nicht das Handwerk gelegt wird.

    Wir werden es ausbaden und das ohne wenn und aber.

    Und wer denkt dann in den Pyrenäen sein Unwesen zu treiben, der irrt gewaltig.
     
  4. #4 Rene Koch, 21.07.2012
    Rene Koch

    Rene Koch Guest

    ...das Schlimme daran ist nun noch, durch die Ausweitung der Streckensperrungen werden die wenigen Strecken, die noch frei sind, natürlich deutlich stärker frequentiert. Offroadfahrer sind, wie Mountainbiker, Individualisten ohne Lobby. Da haben es andere "Sportler" besser. Für Skifahrer werden die halben Alpen abgeholzt und zubetoniert, Jäger dürfen in Wald und Feld so ziemlich Alles; in beiden Fällen stecken vermögende, elitäre, Interessenvertreter dahinter.

    Wie Du selbst schreibst, tragen etliche Fahrer durch ihr Verhalten, bereits zu der allgemeinen Abneigung bei. Ich meine damit jetzt nicht die Extremfälle, die Traktionsübungen auf nassen Wiesen machen, oder mit 40Km/h an Radlern, Wanderern und Vieh vorbeirauschen. Es ist das was Du ansprichst. Pause mit offenem Feuer und mitgebrachtem Essen sowie campieren auf der Wiese. Der Almwirt 300m weiter verdient nichts, Campingplätze und Hotels auch nicht. Gegenbeispiel: Skifahrer campen nicht in der Natur, und Skifahrer gehen in die Wirtschaft zum Essen. Hier liegt es nur an den Offroadern, einfach die touristische Infrastruktur vor Ort stärker zu nutzen. Die Hoteliers in Val d´Isere wären begeistert, wenn jeden Sommer hunderte Offroader ihre Hotels buchen würden. Bald gäbe es schöne Trails in der Umgebung, befahrbar mit einer kostenpflichtigen Genehmigung - wie eine Art Skipass. Ich hätte damit kein Problem. "Freiheit und Abenteuer" ist in Europa eh kaum mehr möglich.

    Gruß, René
     
  5. Raptor

    Raptor Guest

    Ja genau so ist es, man kann sich nur noch etwas suchen das weiter weg ist und nicht so überlaufen ist.

    Die Alpen waren eben mal für so eine 5-6 Tage Tour ideal und hatten auch eine gewisse Faszination und Flair.

    Sie waren auch für Anfänger machbar.

    Na gut, darüber ist schon viel geschrieben worden und es wird nicht besser werden.

    Neue Ziele neue Wege neue Länder, es liegen noch viele Pisten vor uns.

    Nach dem Motto Alpen ade, Korsika ich komme. :genau
     
  6. #6 Thierry, 23.07.2012
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    Mir war so als als ging es hier weiter :grübel
     
  7. #7 Wildwater, 23.07.2012
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    Hier war der grosse Besen im Einsatz. :genau

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  8. #8 Hausarzt, 24.07.2012
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    Hallo Rene
    Schade, dass ich erst seit ein paar Wochen hier im Forum bin.
    Sonst hätte ich Dir einiges über die Alpen sagen können.
    Bevor ich jetzt einen JK fahre, habe ich die Alpen mehrere Jahre mit dem ATV durchquert.
    Die Ost- und Mittelalpen, bis auf einige Ausnahmen, kann man offroad vergessen.
    Ideal sind noch die Westalpen und die Adeche. Aber auch hier gilt Respekt vor der Natur und den Menschen, die dort leben. Immer schön freundlich sein, auch zu den Förstern.
    Hier ein paar Bilder

    http://juergen-bernards.magix.net/meine-alben/

    Gruß Jürgen
     
  9. #9 Redneck67, 24.07.2012
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    Servus!

    Ich bin froh, 2009 noch mal eine 10-tägige Alpenüberquerung mit den Pickups gefahren zu sein mit einigen Kumpels... Ich denke, daß es nicht mehr lange dauern wird, bis auch die letzte Strecke geschlossen wird! Gründe dafür gibt´s genug, wurden ja oben auch schon sehr treffend beschrieben.

    In der Gegend am Gardasee kann man so gut wie nichts mehr fahren. Im Trentino gibt es noch einige Strecken, die zwar harmlos sind, aber wenigstens Schotter... Den Tremalzo bin ich damals von Tremosine aus nach oben gefahren, da war er noch nicht so streng limitiert. Aber obwohl das schon einige Jahre her ist, gab es damals schon Ärger mit einigen echt rücksichtslosen Mountainbikern, die meinten, sie hätten den Weg für sich alleine gepachtet! Und das, obwohl ein Italiener in einem Geländewagen langsam hinter uns hergefahren ist! Muß man sich mal vorstellen: deutsche Mountainbiker beschimpfen einen Italiener im eigenen Land, der sich auf einer legal zu befahrenden Straße befindet! :verrückt Und wir hatten sogar noch angehalten und wollten die Biker vorbeilassen... Da wußte ich damals schon, das tue ich mir nicht noch mal an!

    In den Westalpen ist dies noch einigermaßen möglich, obwohl auch hier schon einiges gesperrt war, was wir bei einer Tour vor ca. 15 Jahren noch fahren konnten!

    Hier findest Du ein paar Bilder:
    http://www.stoapfaelzer-4wheelers.com/galerien/2009/4x4-westalpentour/

    Im Trentino haben wir schon den Brocon - Paß unter die Räder genommen (den alten Schotterweg, nicht die Teerstraße!) und letztes Jahr erst noch die Forte-Leone-Tour. Die ist zwar harmlos und nicht allzu lang, aber wenigstens nicht geteert... :genau

    Hier sind einige Bilder dabei von unserer Tour:
    http://www.stoapfaelzer-4wheelers.com/galerien/2011/trentino-und-gardasee/

    Ansonsten finde ich es sehr schade, daß viele dieser landschaftlich einmaligen Strecken gesperrt wurden, aber beim Benehmen mancher Offroader wundert es mich ehrlich gesagt nicht und ist schon nachvollziehbar. Bleibt zu hoffen, daß wenigstens ein paar Strecken offen bleiben...

    Gruß aus Bayern, Jürgen
     
  10. #10 Rene Koch, 25.07.2012
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