Fahrbericht Land Rover Freelander TD4 SE

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  1. #1 McManni, 31.10.2007
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    Fahrbericht Land Rover Freelander TD4 SE

    Fit für die linke Spur

    Von Peter Schwerdtmann

    auto-reporter.net - 31. Oktober 2007. Sport Utility Vehicles (SUV)
    bekommen von ihren Herstellern häufig unerwartet gute Qualitäten für die
    Fahrt auf glatten und schnell befahrbaren Straßen mit. Die meisten von
    denen werden sich auch nie durch unwirtliches Gelände wühlen müssen,
    sondern fein auf dem Asphalt bleiben. Anders beim Land Rover Freelander
    2. Der verleugnet seine direkte Abstammung vom Geländewagen
    keineswegs, und dennoch muss man sich auf der Autobahn nicht auf der
    rechten Spur verstecken. Der Freelander 2 zeigt sich fit für die linke Spur.

    Der Land Rover Freelander lässt erst gar keinen Zweifel an seinen Gelände-
    Genen aufkommen. Die extrem kurzen Überhänge und steil ansteigenden
    Schürzen vorn und hinten garantieren einen großen Böschungswinkel. Wer’s
    immer noch nicht verstanden hat, den erinnert seine Grundform an
    Geländeklassiker aus dem Hause Land Rover. Da braucht es kaum noch die
    grüne Land Rover-Pflaume auf steilem Kühlergrill und Heck, um an den
    Defender und seine zahlreichen zweckmäßigen und edlen Nachfahren
    erinnert zu werden.

    Innen haben die Designer ebenfalls auf die Karte der wohlwollenden
    Erinnerung gesetzt. Auch dort finden sich viele Anklänge an das kantige und
    früher auch zerklüftete Design der Armaturentafeln der Gelände-Profis.
    Aber alles lässt sich beim Freelander intuitiver bedienen, als es nach dem
    ersten Eindruck den Anschein hat.

    Wir fuhren jetzt den Land Rover Freelander TD4 SE, dessen Serien-
    ausstattung auch Ledersitze, Geschwindigkeitsregelung, Einparkhilfe vorn
    und hinten, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Bi-Xenon-Scheinwerfer sowie
    natürlich auch Stabilitäts- und Traktionskontrolle, Bremsassistent und eine
    neu entwickelte Wankneigungskontrolle umfasst. Ebenfalls an Bord ist das
    für die Geländefahrt mit dem kontinuierlichen Allradantrieb so hilfreiche
    Terrain-Response-System auf dem Hause Land Rover.

    Der Innenraum hat gegenüber dem Freelander der ersten Generation
    erheblich zugelegt. Besonders mit dem Glasdach vorn und hinten entsteht
    der Eindruck lichter Weite für die Passagiere auf beiden Sitzreihen, wobei
    die hintere einen guten Blick nach vorn gewährt, weil ihre Sitze höher
    angebracht sind als die vorderen. Aber auch Fahrer und Beifahrer brauchen
    sich nicht über einen Mangel an Übersicht zu beklagen, denn ihre
    Sitzposition ist höher als sonst bei SUV üblich.

    Unser Freelander wurde vom 2,2 Liter Turbodiesel angetrieben, bei dem
    schon ab 2000 Umdrehungen pro Minute (U/min) 200 Newtonmeter (Nm)
    des mit 400 Nm hohen maximalen Drehmoments zur Verfügung stehen. Der
    Vierzylinder wurde quer eingebaut und leistet 112 kW / 152 PS. Sein Norm-
    Durchschnittsverbrauch liegt bei 7,5 Litern pro 100 km. In der Praxis auf
    der Straße übersteigt sein Verbrauch auch beim vollen Ausnutzen der
    Beschleunigung - 11,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h - und der Höchstg-
    eschwindigkeit von mehr als 180 km/h nur äußerst selten die Zehn-
    Liter-Marke.

    Die Lenkung arbeitet ausreichend präzise, aber ein bisschen gefühllos, das
    Federungsverhalten erweist sich als erstaunlich komfortabel. Das Sechs-
    Gang-Getriebe lässt sich leicht und genau schalten. Überraschend niedrig
    für einen solchen Wagen im Kastendesign fallen die Fahrgeräusche aus
    (Luftwiderstandsbeiwert 0,39). Da macht sich über weite Geschwindig-
    keitsbereiche eher der knurrige Diesel bemerkbar.

    Der fast zwei Tonnen schwere Freelander lässt sich also angenehm und
    recht flott bewegen. Wem das Diesel-Temperament nicht reicht, der kann
    sich für den Sechs-Zylinder-Benziner mit 171 kW / 233 PS entscheiden, der
    die Fahrleistungen um eine Klasse verbessert, aber eben auch den
    Verbrauch auf 11,2 Liter im Durchschnitt anhebt. Beide Motorvarianten
    bieten mehr als 500 Kilogramm Zuladung und dürfen maximal zwei Tonnen
    schwere gebremste Anhänger ziehen. Der Laderaum fasst 755 Liter und
    lässt sich auf bis zu 1670 Liter vergrößern.

    Nützlich ist der Freelander also auch noch, wenn man’s braucht. Mit einem
    Einstiegspreis von 31 000 Euro bewegt sich seine einfachste Variante auf
    einer eher unteren Stufe des in dieser Klasse üblichen Preisniveaus. Damit
    ordnet er sich etwas tiefer ein als zum Beispiel der Toyota RAV4 oder der
    neue Volkswagen Tiguan. Preis und Leistung lassen den Land Rover
    Freelander in seiner Marktnische zu einem attraktiven Angebot, nicht nur
    für Freunde des konservativen und soliden britischen Autos werden. (ar/Sm)

    Daten: Land Rover Freelander TD4 SE

    Länge x Breite x Höhe: 4,50 m x 1,91 m x 1,74 m
    Motor (Bauart, Hubraum): 2,2 Liter Vier-Zylinder-Diesel
    Max. Leistung: 112 kW / 152 PS bei 4000 u/min
    Max. Drehmoment: 400 Nm bei 2000 U/min
    Verbrauch NEFZ im Mittel: 7,5 l Diesel
    CO2-Emission: 194 g/km
    Beschleunigung 0 auf 100 km/h:11,7 Sekunden
    Höchstgeschwindigkeit: 181 km/h
    Leergewicht/Zuladung: 1890 kg - 2045 kg/ 450 kg - 615 kg
    Kofferraum: 777 bis 1670 Liter
    Anhängelast: 2000 kg bei gebremstem Anhänger
    Basispreis: 37 500 Euro

    Quelle: Auto-Reporter.net

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    :wink Manni
     
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